AKTION AUTOFASTEN

"Es soll nicht darum gehen, das Autofahren gänzlich zu verbieten. Aber wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst und zumindest in der Fastenzeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Das kann und soll zu neuen Einsichten und neuen Möglichkeiten und Erfahrungen führen."

Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Die Aktion 2017 - 20 Jahre Autofasten

Fast 3500 Menschen haben sich in diesem Jahr bundesweit an der Aktion „Autofasten“ der evangelischen und katholischen Kirche beteiligt – 1500 mehr als im vergangenen Jahr.An der hohen Teilnehmerzahl in diesem Jahr sind maßgeblich auch zwei Schulen beteiligt. Sie haben sich mit ihrem eigenen Mobilitätsverhalten und demjenigen der Eltern  und Schüler sowie dem Klimaschutz auseinandergesetzt. Viele Schülerinnen und Schüler verzichteten im Zuge der Aktion darauf, sich von ihren Eltern mit dem Auto in die Schule fahren zu lassen und nahmen stattdessen Bus, Bahn oder das Fahrrad.

Auch das 20. Jahr der Aktion hat somit gezeigt, dass diese nicht an Bedeutung verloren hat.

Die gesparten Kilometer haben sich gegenüber 2016 mehr als verdoppelt. Das hat uns gezeigt, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stark mit ihrer Mobilität und dem Naturschutz auseinandersetzen. Bemerkenswert ist hierbei auch, dass alleine 700 Kilometer zu Fuß zurückgelegt wurden. Es zeigt sich einmal mehr: Viele Menschen, die viele kleine Schritte tun, können da Gesicht der Welt verändern.

Die Bistümer Trier, Mainz und Fulda, die Erzbistümer Luxemburg und Köln, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, sowie die Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Hessen-Nassau hatten dazu eingeladen, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und Alternativen wie den Öffentlichen Nahverkehr, Car-Sharing, Fahrgemeinschaften, Radfahren und andere auszuprobieren.

Unterstützt wurde die Aktion wieder von den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen der Aktions-Region. Weitere Unterstützer sind die Regierungen des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz und Luxemburg. Beteiligt sind auch Fahrradverleiher, Car-Sharing-Unternehmen, der Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der NABU, das Mouvement écologique, Greenpeace Luxembourg, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und viele mehr.