Grußworte

Hier lesen Sie die Grußworte einiger uns unterstützender Minister*innen an unsere Teilnehmer*innen im Jahr 2016.

Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Dr. Barbara Hendricks,
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Die Weltklimakonferenz hat in Paris ein neues Abkommen beschlossen, das den weltweiten Temperaturanstieg begrenzen soll. Wir wissen angesichts der ersten Auswirkungen des Klimawandels auf Wetter, Ernten und politische Stabilität, was passieren könnte, wenn der Menschheit diese Begrenzung nicht gelingt. Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika Laudato si‘ große Anstrengungen zum Schutz und zum Erhalt der Schöpfung eingefordert. „Das Klima ist ein gemeinschaftliches Gut von allen für alle“, heißt es in seinem wirklich beeindruckenden Text. Die Begrenzung des Klimawandels und des globalen Temperaturanstieges bedeutet nicht weniger als eine weltweite, vollständige Abkehr von fossilen Energien. Dieser Verzicht, die Konferenz hat es die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft genannt, ist zugleich die große Chance auf eine lebenswerte Zukunft für künftige Generationen überall auf unserem Planeten. Es ist die Verantwortung unserer Zeit und unserer Generation, diese Chance zu wahren und zu nutzen. Verzicht als Chance und dadurch neue Möglichkeiten zu erschließen, das ist auch der Hintergrund des Autofastens. Es soll nicht darum gehen, das Autofahren gänzlich zu verbieten. Aber wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst und zumindest in der Fastenzeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Das kann und soll zu neuen Einsichten und neuen Möglichkeiten und Erfahrungen führen. Die autozentrierte Mobilität steht heute vor allem für Luftverschmutzung und Lärm, für Platz- und Ressourcenverschwendung. Wir sehen neben dem Nutzen des Individual- und Güterverkehrs auch die Schattenseiten für Mensch und Umwelt. Die Initiative Autofasten ist eine gute Gelegenheit, sich diese Zusammenhänge bewusst zu machen und Konsequenzen daraus zu ziehen.

Minister François Bausch Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur in Luxemburg
Minister François Bausch
Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur in Luxemburg

„Ich glaube, dass wir unser Augenmerk in den letzten 40 Jahren immer mehr auf den Individualverkehr gerichtet und den Überblick darüber verloren haben, welche Fortbewegungsmittel effizienter sein können. Das Stichwort ist „Multimodalität“, also eine intelligente Zusammenstellung von verschiedenen öffentlichen Transportmitteln und sanfter Mobilität: Bus, Zug, Tram, Park + Ride, Fahrrad und Zufußgehen, verbunden mit einem ausgeklügelten Telematiksystem, das uns jederzeit unter anderem über Smartphone über den Verbleib der gewünschten Transportträger ins Bild setzt. Jeder ist gefordert und sollte für sich entscheiden, wann er sein privates Fortbewegungsmittel einsetzt und wann es Sinn macht, nicht darauf zurückzugreifen.“

Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland- Pfalz
Ulrike Höfken,
Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland- Pfalz

„Dürre, Starkregen, Unwetter und Hochwasser: Auch wir in Rheinland-Pfalz spüren den Klimawandel. Nach der Weltklimakonferenz in Paris gilt es jetzt, die Beschlüsse zum weltweiten Klimaschutz auch bei uns umzusetzen. Jeder kann dazu beitragen. Autofasten ist eine gute Gelegenheit, damit zu beginnen. Auch wenn ich oft auf das Auto angewiesen bin, fahre ich in Mainz fast ausschließlich Fahrrad. Nutzen auch Sie ihre Möglichkeiten, auf das Auto zu verzichten.“

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland
Anke Rehlinger,
Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland

„Die Aktion Autofasten ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Sie bietet eine hervorragende Gelegenheit den alltäglichen Gebrauch des Autos neu zu überdenken, nach alternativen Formen der Mobilität zu suchen und diese auszuprobieren. Wir entlasten dadurch nicht nur die Umwelt und den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger, sondern tun zugleich etwas Gutes für unser Wohlbefinden und die Gesundheit. Und vielleicht entstehen durch die Aktion viele weiter Ideen für nachhaltige Mobilität."

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Johannes Remmel,
Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

„Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen legen Jahr für Jahr rund 230 Milliarden Kilometer zurück, 176 Milliarden davon im PKW. NRW ist ein hochmobiles Land. Das verwundert angesichts seiner Bevölkerungsdichte und Wirtschaftskraft nicht, ist aber zugleich eine klimapolitische Herausforderung ersten Ranges. Ich begrüße das Autofasten 2016, denn Fasten bedeutet ja immer, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Umkehrprozesse einzuleiten.“

Priska Hinz Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Priska Hinz
Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

„Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen unterstützt auch im Jahr 2016 die Aktion Autofasten. Menschen sollen ermutigt werden, in der Fastenzeit das Auto so weit wie möglich stehen zu lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr, auf das Fahrrad oder die Füße umzusteigen - denn das Verhalten jeder und jedes Einzelnen spielt eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Wenn wir so bleibende Veränderungen im Mobilitätsverhalten erreichen, ist dies ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit. Ich würde mich freuen, wenn sich auch in Hessen viele Menschen der Aktion anschließen.“