Autofasten - Wie und Weshalb?

Die beteiligten Kirchen rufen dazu auf, in der Fastenzeit das Auto möglichst oft stehen zu lassen. Stattdessen sind Sie eingeladen, das Auto für vier Wochen zu ersetzen: durch Radfahren, Busse und Bahnen oder einfach zu Fuß gehen. Und wenn das Auto nicht zu ersetzen ist, dann: spritsparend zu fahren, Elektromobile auszuprobieren oder sogar anzuschaffen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder das Auto mit anderen zu teilen (car-sharing)… Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Gerechtigkeit.

Der, auch durch das Autofahren bewirkte, Klimawandel betrifft die armen Länder des Südens und die Menschen dort schon jetzt besonders hart. Obwohl sie nichts dazu können. Wir empfehlen allen Autofastern, sich über die Auswirkungen des Klimawandels in den verschiedenen Regionen der Erde zu informieren.

Überprüfen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Produktion von CO2 durch Ihre Mobilität. Dazu steht hier ein CO2-Rechner zur Verfügung.

Mitmachen.

Sie finden: "eine gute Idee"? Das freut uns. Aber besonders gut wird sie, wenn viele mitmachen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Versuchen Sie in der Fastenzeit einfach mal einen anderen Weg. Für Sie selbst und ihren Lebensstil und dann ganz wörtlich durch die andere Gestaltung der täglichen Wege. Was Sie davon haben? Einen Zugewinn an Gesundheit durch mehr Bewegung? Das Gefühl, doch etwas tun zu können? Ein besseres Gewissen? Kontakt zu Menschen in Bussen und Bahnen? Egal, was immer. Es kann doch nicht so bleiben, wie es immer war. Es muss sich etwas ändern. Wir müssen uns ändern. Und das ist exakt das, was Christen meinen, wenn sie vom “Fasten” sprechen. Sie sind dazu herzlich eingeladen.

Worum geht's?

Vom Verkehr geht eine starke Gefährdung des Klimas aus, in erster Linie vom Pkw- und Lkw-Verkehr und dann auch vom besonders stark wachsenden Flugverkehr (geschätzte Zunahme bis 2020: 108 Prozent). Von 1990 bis 2004 stiegen die Emissionen aus dem Verkehr der Industriestaaten um 23,9 Prozent. Ein Auto fügt der Erdatmosphäre pro 100 Kilometer rund 14,7 Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid hinzu. Grund genug, nach Alternativen Ausschau zu halten. Denn die gibt es längst. Und sie sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern machen auch Spaß. Denn zu Fuß gehen oder die Benutzung von Bus, Bahn oder Fahrrad ermöglichen auch Begegnung und Kommunikation – jenseits des Rundum-Auto-Blechpanzers. Das jedenfalls ist die Erfahrung vieler Autofaster*innen aus den letzten Jahren.

So geht's.

Sie sind eingeladen, in den vier Wochen der Aktionszeit (und natürlich darüber hinaus), ihr Auto möglichst oft durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen. Es geht aber nicht um ein generelles Verbot des Autofahrens. Wer klassisch fastet, isst ja auch nicht gar nichts! Es geht viel mehr darum der eigenen Mobilität kritisch bewusst zu werden und ggf. neue Wege zu gehen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Vom zeitweisen Verzicht (etwa in der Freizeit) über die völlige Vermeidung von Autofahrten bis zur besseren Organisation der notwendigen Fahrten, z.B. durch Fahrgemeinschaften oder einen bewusst energiesparenden Fahrstil, reicht die Palette. Um trotzdem mobil zu bleiben (oder vielleicht besser: mobil zu werden!), gibt's ebenso viele Möglichkeiten: Vom Öffentlichen Personen-Nahverkehr über Fahrgemeinschaften und Car-Sharing bis zum Fahrradfahren oder zu Fuß gehen. Nach den vier Wochen und entsprechenden Erfahrungen sind Sie sicher so fit um entscheiden zu können, ob und in welchen Punkten Sie ihre Umgangsweise mit dem Auto verändern wollen und können.