Wer wir sind und was wir wollen

AUTOFASTEN 2017 ist eine gemeinsame Aktion der Bistümer Trier, Mainz und Fulda, der Erzbistümer Luxemburg und Köln, des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Aachen, sowie der Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Hessen-Nassau.

Eines wollen wir hier noch einmal betonen: Wir wollen und verlangen von Ihnen keinen generellen Verzicht auf das Fahren mit einem Auto. Es geht uns um eine kritische Hinterfragung der Menge, der Art und der Notwendigkeit der einzelnen Autofahrten. Es ist ein Selbstversuch, bei dem auch die Erkenntnis, dass der Verzicht auf das Auto doch immer wieder unmöglich ist, ein legitimes Resultat ist. Diese Erkenntnis dann zu kommunizieren und - wo möglich - gemeinsam mit uns und anderen dafür zu kämpfen, dass sich an den Bedingungen, die dafür im Einzelfall verantwortlich sind, etwas ändert, gehört auch zu unserer Aktion.

Auto und Fasten in einen Zusammenhang zu bringen, will uns mit unseren eigenen Mobilitätsgewohnheiten in Verbindung bringen, will uns dazu bewegen, auf das Auto, wo immer es geht, zu verzichten. Es handelt sich dabei aber nicht einfach nur um Verzicht, sondern auch um das Erkunden von Alternativen zum Auto. Manchmal geht es vielleicht etwas langsamer, doch die anders gefüllte Zeit in der Hektik des Alltags kann Ruhe bringen. Wer Mitfahrerinnen und Mitfahrer im Auto hat, den Bus oder Zug nutzt, kommt mit anderen Reisenden ins Gespräch. Außerdem helfen Sie aktiv schon jetzt bei der Umsetzung des von der Klimakonferenz beschlossenen Abkommens, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad vorsieht.Die Aktion AUTOFASTEN ist ein Fastenaufruf,um unsere Haltungen zu unseren Mitmenschen, zu Natur und Umwelt und damit auch zu Gott zu bedenken. Dies legt auch Papst Franziskus mit Worten nahe,welche ein gemeinsames ökumenisches Ziel erkennen lassen. In seiner Enzyklika Laudato Si’ heißt es: „Die dringende Herausforderung,unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen…“.