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DAS IST DAS LETZTE

… was Sie von der Aktion Autofasten hören oder lesen werden.

Ja, es stimmt: Wir hören auf!

Wir – die bisherigen Trägerorganisationen der Aktion – sind darüber alles andere als glücklich. Allerdings haben sich aufgrund der finanziellen Unwägbarkeiten, die die Corona-Krise für die Träger der Aktion zeitigt, gleich mehrere Kirchen bzw. Bistümer aus der Aktion für 2021 zurückgezogen oder ihre Unterstützung gekürzt. Daher wird es 2021 keine Aktion Autofasten geben können, da dies finanziell unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht mehr darstellbar ist.

Das trifft uns besonders, weil die Aktion 2020 sehr erfolgreich war: Trotz der beginnenden Corona-Krise haben sich 1.216 Personen registriert, die Zahl derjenigen, die Auto-gefastet haben ohne sich zu registrieren, wäre noch dazu zu rechnen. Die Geschäftsstelle erhielt erstmals Anfragen zur Aktion aus Gebieten, in denen die Aktion gar nicht durch Träger offiziell beworben wird: darunter Berlin, Flensburg, München, Wörther See in Bayern, Garmisch-Partenkirchen und sogar 2 Anfragen aus Österreich.

Vor Corona waren wir noch voller Tatendrang, wollten Workshops organisieren, um Autofasten 2.0 zu entwickeln, wollten wachsen, größer werden, breitere Themen ansprechen. Aber das war’s nun.

Aus! Vorbei! Ende!

Ende?

Natürlich nicht bzw. nicht ganz. Was es nicht mehr geben wird: Eine Geschäftsstelle, die die Aktion koordiniert und Materialien bereitstellt, die Möglichkeit, sich zu registrieren und damit ein messbares politisches Zeichen zu setzen, Preise und Gewinne für die Teilnehmenden. Was weiter gehen kann: das Autofasten selbst!  Wer in den vergangenen Jahren in den Wochen vor Ostern sein Auto stehen ließ und so für sich die Fastenzeit neu interpretierte, kann dies auch weiter tun. Und wir hoffen natürlich gerade darauf. Fasten ist immer auch etwas sehr Persönliches, und in die individuelle Frömmigkeitspraxis jedes und jeder einzelnen kann kein kirchliches Sparprogramm hineinregieren.

Wir sind weiter als Christen und Christinnen aufgerufen, die uns von Gott anvertraute Schöpfung nach allen Kräften zu bewahren. Die bisher an der Aktion beteiligten Kirchen und Bistümer haben Ansprechpartner*innen für diese Aufgabe, auf die wir an dieser Stelle hinweisen möchten:

Für die Evangelischen Landeskirchen in Deutschland hat die EKD ein Liste der Umweltbeauftragten als PDF erstellt.

Für die katholische Kirche verweisen wir Sie auf Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der deutschen (Erz-)Diözesen.

Die Stärke unserer Aktion war immer, dass durch die freiwillige Registrierung vieler über unsere Website das Teilnehmeverhalten dokumentiert werden konnte. Wir haben nicht nur Material verschickt und zum Fasten aufgerufen, sondern waren immer auch mit denen in Kontakt, die wirklich Auto-gefastet haben. Das verlieh dem Ganzen eine gewisse Überprüfbarkeit und Sichtbarkeit. Dies wird es so nicht mehr geben. Es liegt also möglicherweise jetzt an Ihnen nicht nur weiterhin das Auto stehen zu lassen, sondern dies auch nach außen für andere sichtbar zu machen. Tun Sie also bitte weiterhin Gutes und reden Sie darüber!

Für den Trägerkreis der Aktion Autofasten

Hans Jürgen Gärtner

Pfarrer